Startseite / Land & Leute / Wirtschaft

Wirtschaft

Das vietnamesische Wirtschaftswunder begann 1986.

Das unter den Folgen des Vietnam-Krieges leidende Land wirtschaftlich begann sich langsam zu öffnen – Doi-Moi-Politik – das war der Weg zu einer sozialistischen Marktwirtschaft. In den darauf folgenden zweieinhalb Jahrzehnten nahm das Land einen fulminanten wirtschaftlichen Aufschwung mit Wachstumsraten von bis zu acht Prozent.

Vietnam zählt seit 2009 zu den „Middle Income Countries“. Allerdings ist das Volkseinkommen zwischen Stadt und Land sehr ungleich verteilt. Nach wie vor leben 60 Prozent der Bevölkerung auf dem Land, erwirtschaften dort aber nur 20 Prozent des Volkseinkommens. Preisanstiege bei den Verbraucherpreisen konnten 2015 erfolgreich eingedämmt werden. Die Inflationsrate lag zum Jahresende unter 2% und erreichte damit einen historischen Tiefstand.

Für die ausländischen Direktinvestitionen weist die Statistik des vietnamesischen Planungsministeriums 2015 einen Betrag von 22,7 Mrd. USD für genehmigte und registrierte ausländische Investitionen aus. Sie wuchsen um 12,5%. Die deutschen Direktinvestitionen gingen allerdings von 169 Mio. USD auf 47 Mio. USD 2015 zurück. Deutschland nimmt damit Platz 24 auf der Investorenrangliste ein.

– Anzeige –

Vietnam

Naturvielfalt in Vietnams Nationalparks
21 Tage Natur- und Wanderreise

  • Ideal für Naturliebhaber und Freunde des entspannten Reisens in wenig frequentierte Regionen
  • Zeltübernachtung in der En-Höhle im Phong Nha-Ke Bang NP (UNESCO)
  • 2 Übernachtungen auf einem Boot in der Halongbucht (UNESCO)
ab 3870 EUR

Außenhandel

Der vietnamesische Außenhandel entwickelt sich weiterhin expansiv. Er weist 2015 erstmals wieder ein Defizit in Höhe von 3,2. Mrd. USD auf. Das Exportwachstum ist im Wesentlichen auf die Produktion ausländischer Firmen in Vietnam zurückzuführen. Die wichtigsten Außenhandelspartner sind China, ASEAN, die USA, die EU, Südkorea und Japan. Die wichtigsten Exportgüter sind weiterhin Mobiltelefone und Ersatzteile, Textilien und Bekleidung, Schuhe, Computer sowie Maschinen.
Die vietnamesischen Importe stiegen 2015 um 12% auf 165,6 Mrd. USD. Die wichtigsten Importgüter sind: Maschinen und Anlagen, Elektronikartikel, Mobiltelefone, Stoffe sowie Eisen und Stahl.
Der größte Importpartner bleibt, trotz politischer Spannungen, weiterhin China. Das Außenhandelsvolumen 2015 mit Deutschland in Höhe von 8,9 Mrd. USD weist nach der vietnamesischen Statistik eine Steigerung von 14% auf.

Mitgliedschaft in Wirtschaftsgruppierungen

Seit Januar 2007 ist Vietnam WTO-Mitglied. Das Land hat sich zu Nichtdiskriminierung, Transparenz, Abbau von Handelshemmnissen, Abschaffung bestehender Quoten sowie zum Schutz geistigen Eigentums verpflichtet. Der WTO-Beitritt ist als politisches Signal und als wirtschaftspolitische Weichenstellung zu verstehen, die internationale Einbindung Vietnams wurde hierdurch entscheidend vorangebracht.
Darüber hinaus ist Vietnam Mitglied in allen wichtigen internationalen Wirtschaftsorganisationen, darunter Weltbank, Internationaler Währungsfonds, AFTA (Asia Free Trade Area), APEC (Asia Pacific Economic Conference) und der World Customs Organization (WCO).
Eine aktive Rolle spielt Vietnam innerhalb von ASEAN, in dessen Wirtschaftsraum insgesamt 560 Millionen Einwohner (mehr als EU-28) ein jährliches Bruttoinlandsprodukt von gut 800 Milliarden USD erwirtschaften.
Quelle: Auswärtiges Amt