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Bou-Sra-Wasserfall
Bou-Sra-Wasserfall

21.07.2017 Kambodschas beeindruckende Natur von renommierten Tierfilmern eingefangen

Die kambodschanische Flora und Fauna war einst berühmt für ihre hohe Vielfalt der Arten. Doch diese wird seit jeher durch menschliche Gier und vermeintlichen Fortschritt stetig beschnitten. Während einige Schäden mutwillig sind, geschehen andere aus mangelnder Umsichtigkeit und Unwissen.

A Cambodian Nature Film

Daniel Roper-Jones, eine Primatologe, der seine Berufung im Artenschutz bei den madagassischen Lemuren fand und später in Nigeria arbeitete, beleuchtet in seiner Dokumentation ‚A Cambodian Nature Film‘ die Grundpfeiler seines Projekts ‚Fauna in Focus‘.

Er beabsichtigt, Jung und Alt, Gebildet und Ungebildet gleichsam über den Schutz der kambodschanischen Wildnis aufzuklären. Die Finanzierung solcher Projekte ist immer der Hauptknackpunkt. Ein seiner Ideen: So werden zum Beispiel kostenpflichtige Unterrichtseinheiten an Privatschulen gehalten, und für jede verkaufte Einheit dafür eine kostenfreie Stunde an mittellosen ländlichen Dorfschulen durchgeführt. So möchte man die Führungskräfte der nächsten Generation so zeitig wie möglich für den Naturschutz sensibilisieren und sie zu Advokaten desselben heranziehen.

Um den Artenschutz selbst vorantreiben zu können, und Rehabilitationszentren für geschützte Wildtiere finanzieren zu können, werden durch nachhaltigen Naturtourismus Reisen durch die Wildnis organisiert.

Der in diesem Frühjahr veröffentlichte und sehr beeindruckende Naturfilm besticht durch seine Detailaufnahmen der zu schützenden Tiere. Das wohl bekannteste Wahrzeichen Südostasiens, der Elefant, ein Statussymbol, das Macht ausstrahlt, ist in der kambodschanischen Wildnis stark gefährdet. Im östlichen Kambodscha in Mondulkiri, werden Dickhäuter durch das Elephant Valley Project gepflegt und ausgewildert, die in der Tourismusindustrie gequält wurden, oder von illegalen Holzfällern zum Lastentragen gezwungen wurden.

www.elephantvalleyproject.org

Ein weiteres interessantes Beispiel sind die Aasgeier im Norden und Nordosten des Khmer-Landes, welche dort in drei Arten anzutreffen sind: dem Weißrückengeier, dem Dünnschnabelgeier und dem bekanntesten Vertreter, der Kahlkopfgeier. Wohl kaum bekannt sein dürfte, dass deren Population an den Rand des Aussterbens gedrängt wurde. Schuld ist der Entzündungshemmer Diclofenac, welcher Hausrindern verabreicht wird. Frisst ein Geier von dem verendeten Rind, wird der Vogel schwer vergiftet und stirbt selbst kurze Zeit später. Um das Problem anzugehen, hat ‚Birdlife International‘ sogenannte „Geier-Restaurants“ eröffnet, bei dem für die Vögel verträgliche Kadaver in deren Territorien ausgelegt werden, um ihnen eine alternative Bezugsquelle zu geben. Ein bisher sehr erfolgreiches Projekt.

www.samveasna.org

Ein weiterer Hotspot des Films: An der westlichen Südküste Kambodschas, in den Kardamombergen, leben nur noch 250 wilde Siam-Krokodile. Stetig bedroht durch den Menschen, der nach seinem Fleisch als Nahrung und seiner bloßen Haut für die Lederproduktion trachtet, wurde in Phnom Tamao eine Zuchtstation eingerichtet, die ausgewachsene Exemplare in geheimen und sogleich entlegenen Regionen in den Kardamombergen entlässt.

www.fauna-flora.org/species/siamese-crocodile/

Ein sehr schwerwiegendes Problem, das den Muntjak-Hirsch, den Marderbär, das Schuppentier, Languren, den Nashornvogel, Makaken und viele andere Tierarten in Südostasien trifft, ist die Wilderei und Verschleppung als Haustier. Die Dokumentation legt hohes Gewicht auf Aufklärung – denn ungleich den über Jahrhunderte hinweg domestizierten Tieren sind diese Wildtiere nicht auf ein Leben in Gefangenschaft unter Menschen angepasst und verenden meist jämmerlich durch die Käfighaltung oder durch das Entfernen ihrer Krallen und Reißzähne. Die APSARA Autority, Wildlife Alliance und die kambodschanische Forstverwaltung konfisziert solche Tiere, päppelt sie wieder auf und entlässt sie in die leider immer weiter schrumpfenden Wälder des Landes.

Eindrucksvoll dokumentieren die Biologen und Regisseure von ‚Fauna in Focus‘ in vielen bisher wenig publizierten Details die Leidensgeschichte und Notlage der kambodschanischen Flora und Fauna. Es wird klar, dass auch Tiere als unsere Mitbewohner gesehen werden sollten, die des Schutzes und der Zuwendung würdig sind. Nachdrücklich wird betont, dass sie ein Bestandteil des natürlichen Erbes von Kambodscha sind und nicht in Profitgier ausgebeutet werden sollten.

Eine wichtige Lektion, die mitgenommen werden sollte ist, dass Tourismus nicht im Konflikt mit diesen Werten stehen muss! Im Gegenteil, betont nachhaltiger Ökotourismus schafft die Grundlage für die öffentliche Wahrnehmung der Flora und Fauna, wodurch ein weiterer Schritt zu deren Konservierung und zur Vermeidung der obig beschriebenen Verhaltensweisen beiträgt.

Eine solche Reise ist auch die von DIAMIR Erlebnisreisen angebotene Wanderreise durch Kambodscha ‚Der Gang der Apsaras‘. Werden auch Sie zum Naturbotschafter!

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